• Michaeli 2021

Wie jedes Jahr wollen wir mit einer kleinen Feier an den Erzengel Michael erinnern und uns gemeinsam auf seine Kräfte einstimmen!

 

Wann: am Mittwoch den 29. September 2021 um 20.20 Uhr

Wo: im Geisteswissenschaft TV auf Youtube (da vermutlich immer noch keine großen Feste möglich sein werden)

 

Vortrag: Axel Burkart

Musik. Davide Zavatti

 

Der Erzengel Michael spielt eine zentrale Rolle im Christentum.

Er ist derjenige, der für den „Höllensturz“ verantwortlich ist und die Dämonen auf die Erde verbannt:

„Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie hielten nicht stand und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.“  (Offenbarung 12, 7-9)

Die große Bedeutung aber für das Fest zur Herbstzeit wird zunächst nirgendwo dargelegt. Erst mit Rudolf Steiner bekommen wir eine Erkenntnis, warum Michaeli Ende September gefeiert wird. Wir feiern zu dieser Jahreszeit auch das Erntedankfest, das manchmal Michael gewidmet wird.

Im Mittelalter war der Michaelistag ein großer kirchlicher Feiertag. Kinder hatten schulfrei, die Leute kamen in die Kirchen – denn am Ende des Sommers, bevor es richtig kalt und ungemütlich wurde, wollten die Menschen noch mal Kraft sammeln – und das taten sie mit Hilfe der Engel. Denn der „Michaelistag“ erinnert an den Erzengel Michael. Er gilt in der Bibel als Engelfürst. Er bringt die guten Taten der Menschen vor Gott, er verteidigt den Himmel und die Erde gegen das Böse und soll sogar gegen den Teufel kämpfen. So ist er oft in der Kunst dargestellt: Michael mit der Lanze – zu seinen Füßen liegt der Teufel, der besiegte Drache. Übrigens war Michael im Mittelalter der Schutzpatron des Deutschen Reichs. Darum sind auch viele Kapellen, Klöster und Kirchen nach ihm benannt. Und irgendwann kam es so auch zu dem Begriff „Deutscher Michel“. (www.ndr.de)

„Könnten sich die Menschen heute in würdiger Weise dazu entschließen, ein Michaelisfest in den Ende-September-Tagen einzusetzen, so wäre das eine Tat von größter Bedeutung.Dazu müsste der Mut sich finden in den Menschen: nicht nur zu diskutieren über äußere soziale Organisationen und dergleichen, sondern etwas zu tun, was die Erde an den Himmel bindet, was die physischen Verhältnisse wieder an die geistigen Verhältnisse bindet. Dann würde, weil dadurch der Geist wiederum in die irdischen Verhältnisse eingeführt würde, unter den Menschen wirklich etwas geschehen, was ein mächtiger Impuls wäre zur Weiterführung unserer Zivilisation und unseres ganzen Lebens.“ (Rudolf Steiner)

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